Dienstag, 11. April 2006
Das hier ist mal wieder nur was für die Aachener unter euch. Ich war letzte Woche Freitag im Theater 99 und habe mir Factory von Igor Bauersima angesehen. Um ein Haar hätte ich dabei sogar mitgespielt, aber leider ist mir eine Diplomarbeit dazwischen gekommen. Also habe ich die Rolle an meinen lieben Freund Narrman vermittelt, der eine hervorragende Figur gemacht hat. Meinen Glückwunsch nochmal! Und nun meine Kommentare zum Stück:
Die Factory ist eine Realityshow à la "Big Brother" & Co. Man lebt auf engstem Raum zusammen, ist der Öffentlichkeit preisgegeben und muss Zuschauervotings über sich ergehen lassen. Und es gibt Waffen. Zur Selbstverteidigung. Natürlich wird jemand erschossen und die Mitbewohner versuchen herauszufinden, wer der Mörder ist.
Das hört sich zunächst nach Krimi und Whodunit an, ist es aber gar nicht. Für den Zuschauer ist nämlich schnell (wenn nicht gar sofort) klar, wer der Mörder ist. Auch neben der Mördergeschichte gibt es keine starke Handlung die das Stück bestimmen würde. Vielmehr konzentriert sich das Stück auf die neun völlig unterschiedlichen Bewohner der Factory und wie sie mit der angespannten Situation fertig werden.
Um die Factory zum Leben zu erwecken ist hart gearbeitet worden. Das Theater 99 ist komplett umgekrempelt worden und hat nun Fernsehstudioatmosphäre. Kostüme und Bühnenbild haben einen futuristisch-schrägen Charakter, wirken aber keineswegs der Reality-Atmosphäre entgegen. Überhaupt wird in der Inszenierung auf "Reality" sehr viel Wert gelegt. Die Schauspieler sollen möglichst natürlich
agieren, und so das Theater verschwinden lassen. Die Schauspieler meistern diese schwierige Aufgabenstellung sehr gut. Große Gefühle und technisch anspruchsvolle Choreographien kommen natürlich und ungezwungen rüber. Obwohl die Charaktere teilweise sehr abgefahren sind, gelingt es den Schauspielern die notwendige Glaubwürdigkeit herzustellen.
Allerdings scheint an einigen wenigen Stellen das Theater durch: Zum einen ist der Text streckenweise ein wenig befremdlich und umständlich und erinnert einfach zu sehr an Theatertext. Zum anderen sind die Charaktere teilweise so schräg, dass man ihnen ihr Verhalten nicht immer abkaufen kann.
Mein persönlicher Gesamteindruck ist absolut positiv. Ich empfehle das Stück Jedem, der nicht unbedingt eine fesselnde Handlung braucht, sondern auch an gutem Charakterspiel Gefallen finden kann. Sitzfleisch muss man allerdings mitbringen, das Stück dauert ca. 2,5 Stunden und wird natürlich konzeptbedingt ohne Pause aufgeführt.
Montag, 10. April 2006
Wie vielleicht zumidest die Aachener unter euch schon wissen, ist das Hochschulradio Aachen seit nunmehr zwei Wochen auf Sendung. Im Moment wird noch nicht gefunkt, man kann das Programm als Stream aus dem großartigen Internet empfangen. Neben der üblichen Musik aus der Dose (die allerdings wesentlich weniger mainstreamig daher kommt, als die in herkömmlichen (TM) Radioprogrammen), gibt es nachmittags moderierte Sendungen und abends Musikspartensendungen.
Heute abend steht mein lieber Freund Koslowski am Plattenteller. Zusammen mit Björn moderiert er Montags ab 22:00 Uhr die Sendung Rauschabstand. Vergleiche mit den Jungs aus High Fidelity sind sicher nicht weit hergeholt, da sind zwei Musiknerds am Start, die den intellektuellen Zuhörer mit Musik zum Hinhören verwöhnen. Wer also mal Radio nicht nur nebenher hören will: Einschalten!
Ebenfalls vom Hochschulradio organisiert gibt es morgen ein Konzert eines bemerkenswerten Künstlers aus L.A.. Seine Band heißt Batlord, und alles deutet eigentlich auf nerviges Darkmetal und Gothicgedudel hin. Weit gefehlt, so versichert man mir:
Die Fuzz-Attacken und Dracula-Orgeln von "Batlord" und die Darbietungen von psychedlischen Juwelen aus vier Jahrzehnten werden dabei visuell durch eine Acid-Test-Lightshow der "Hirnströme"-Crew ganz im Stil der bunten Sixties unterstützt, so dass der geneigte Besucher sich auf pulsierende Lava-Eruptionen, Öl-Projektionen und in Optical-Art-getauchte fließende Wände freuen darf.
Ich werde mir das Spektakel auf jeden Fall nicht entgehen lassen!
Mittwoch, 5. April 2006
...ereilt mich gerade eine Mitteilung aus dem Prüfungsamt, dass meine Note für die Diplomarbeit eingegangen ist. Nun, ich bin positiv überrascht, die Note hätte nicht besser ausfallen können. Mit dieser Ungewissheit von den Schultern mach ich mir erst mal ein Bier auf.
Ganz erledigt wird die Sache mit dem Studium dann am 21. April. Da habe ich meine letzte Prüfung. Und damit da alles bestens läuft, werde ich jetzt mal ein bisschen lernen.
Donnerstag, 9. März 2006
Ab und an blogge ich ja über Musik, die mir gerade so gefällt. Das ist mal mehr mal weniger bekanntes Zeug. Jetzt hab ich ein paar Newcomer gefunden, die ganz bestimmt in den nächsten Jahren den Musikmarkt derbe aufmischen werden. Schaut und hört es euch jetzt an, damit ihr morgen mitreden könnt!
Mittwoch, 8. März 2006
Gestern, gegen 12:00 Uhr, habe ich mich von meiner ständigen Begleiterin der letzten 6 Monate, meiner Diplomarbeit verabschiedet. Die Zeremonie war kurz und schmerzlos und die plötzliche Trennung fällt mir bisher nicht besonders schwer. Nein, es ist eher so, als würde ich ein gewisses Gefühl der Erleichterung spüren, denn in den letzten Wochen war zwischen uns nicht mehr alles so optimal gelaufen. Sie war sehr fordernd geworden und beschwerte sich ständig, dass ich nicht genug Zeit für sie hätte. Naja, jetzt ist es vorbei und ich glaube auch mit Freundschaft wird das nichts mehr...
Ich habe allerdings schon zwei weitere Lebensabschnittsgefährten im Auge: Diplomvortrag und Vertiefungsprüfung. Zwar einbisschen zickig beide. aber ich denke ich werde es mal versuchen.
So viel zum derzeitigen Status meines Privatlebens.
Mittwoch, 22. Februar 2006
Mit dem einen oder anderen habe ich sie bestimmt schon geführt: Die Diskussion über Softwarepatente. Dieses Thema ist von der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet, während wir Informatiker uns die Köpfe darüber heiß reden können.
Einige namhafte Unternehmen, darunter GMX und 1&1, haben eine Aufklärungskampagne gestartet, die an leicht verstädlichen Beispielen die Gefahren der Patentierung von Software (und damit auf Ideen) erläutert. Das alles ist verständlich auch für Nicht-Juristen und Nicht-ITler aufbereitet. Also: Lesen.
Samstag, 11. Februar 2006
Ich schrieb ja neulich, dass mein Notebook wieder aus der Reparatur zurück sei. Während fast alles ordentlich repariert wurde (Festplatte, Lautsprecher, diverse LEDs) musste ich enttäuscht feststellen, dass das Touchpad immer noch kaputt war. Jetzt ist dieser Fehler wohl auch nicht so leicht zu reproduzieren, er tritt nämlich immer erst nach einiger Zeit Benutzung auf. Dann nämlich, so nach ca. 15 - 30 Minuten, funktioniert es auf einmal gar nicht mehr.
Um auszuschließen, dass vielleicht der Linuxtreiber Schuld an der Misere ist, habe ich sowohl mit dem Treiberentwickler gemailt, als auch versucht den Fehler unter Windows zu reproduzieren. Der Entwickler hat ebenfalls auf einen Hardwarefehler getippt aber auch einen Workaround aufgezeigt: Das Touchpad verliert nämlich im Fehlerfall die Synchronistaion mit dem Treiber, und mit einer Einstellung kann man das automatisch re-synchronisieren lassen. Das funktioniert zwar, aber bis zur Resynchronisierung (zwischen einer und mehreren Sekunden) ist das Touchpad immer noch tot und während der Synchronisierung springt der Zeiger wild hin und her. Das gleiche Phänomen konnte ich unter Windows beobachten, wo die Resynchronisierung wohl standardmäßig eingeschaltet ist. Das alles macht das Touchpad auf jeden Fall unbrauchbar, also wieder zurück in die Reparatur...
Es ist zwar ärgerlich, dass das bei der Reparatur wohl übersehen wurde, aber ich hätte es geschluckt, da der Fehler ja nicht so einfach zu reproduzieren war. Die bodenlose Unverschämtheit aber: ASUS hatte behauptet, sie hätten alles repariert und das Mainboard getauscht. Durch Zufall ist mir aber aufgefallen, dass die Hardware Adressen, sowohl vom WLAN-Adapter als auch vom LAN-Adapter nach der Reparatur immer noch die gleichen waren wie vorher. Jetzt bin ich mir zu 99,9% sicher, dass zumindest die Netzwerkkarte fest auf dem Mainboard installiert ist. Und wenn man jetzt noch vernünftigerweise annimmt, dass die Hardware Adresse für jeden Netzwerkadapter eindeutig ist, muss man wohl zwangsläufig zu dem Schluss kommen, dass das Mainboard wohl nicht getauscht wurde. Schönen Dank für die Verarsche ASUS!
Freitag, 27. Januar 2006
Ich stehe ja nicht auf Blondinenwitze, aber der hier ist echt gut... Ist wohl in Englisch, aber das sollte der geschätzten Leserschaft ja egal sein...
Donnerstag, 26. Januar 2006
So lange ists noch hin, bis ich meine Diplomarbeit abgeben muss. Das ist für Fasten sehr viel aber für Diplomieren erschreckend wenig. Immerhin bin ich die letzten Tage ganz gut vorangekommen, es sind nunmehr noch 40 Seiten zu schreiben. Für diese 40 Seiten habe ich noch sehr viele Grafiken in der Schublade liegen, so dass es da hoffentlich etwas zügiger vorangeht. Natürlich muss man ja auch ein wenig Zeit zum Korrektur lesen (lassen) einplanen, also rechne ich mal insgesamt mit einem Monat weiterer Schreibarbeit. Danach bräuchte ich dann ein paar willige Korrekturleser, das ist jetzt für Euch der richtige zeitpunkt sich anzubiedern ;-)
So, das muss an Diplomarbeitsnews reichen. Was ist sonst noch passiert? Mein Laptop war kaputt und ist wieder repariert. Glücklicherweise war noch Garantie drauf, und die Abwicklung war ausgesprochen problemlos. Allerdings hatte auch das Netzteil einen Wackelkontakt und ärgerlicherweise war da nur ein halbes Jahr Garantie drauf. Da muss ich mir dann wohl jetzt mal ein neues kaufen, kostet ja auch nur 60,- EUR :-/
Zum Schluss noch ein kleiner Musiktip. Im Moment stehe ich ja total auf Soulwax, eine Formation aus Belgien, die man bis vor ihrer letzten Platte vielleicht noch als Indierocker hätte bezeichnen können (zumindest tut Wikipedia das bis jetzt noch). Das neue Album "Night Versions" besteht allerdings hauptsächlich aus einer Neuauflage ihrer vorherigen Platte, nur diesmal in elektronisch, beizeiten fast Techno. Also ich steh ja eigentlich nicht auf Techno, aber die "Night Versions" ist sehr zu empfehlen. Zu erstehen übrigens auch bei emusic.com.
Sonntag, 8. Januar 2006
Schade, dass der Ede nicht Verkehrsminister geworden ist...: http://www.sixtus.net/entry/680_0_1_0_C/.
Via Herr Sixtus.
Donnerstag, 5. Januar 2006
Ich stelle das einfach mal kommentarlos hier hin: http://www.angelina-merkel.de.
Sonntag, 11. Dezember 2005
Natürlich sehe ich blendend aus wie immer, formal bin ich allerdings am 8. Dezember wieder ein Jahr gealtert. Ich habe viele nette Anrufe bekommen und wirklich niemand hat es sich nehmen lassen die dämlichste Geburtstagsfrage die es gibt zu stellen: "Und wie fühlt man sich?".
Ich fühle mich blendend. Der Kater, den mir meine kleine Party am Freitag beschert hat ist ausgestanden und die Wohnung ist wieder in den Originalzustand versetzt worden. Bilder von der Party sowie einen kleinen Ausblick der anschließenden Verwüstung gibt hier.
Donnerstag, 24. November 2005
Wenn das hier tatsächlich echt ist, kann ich gut verstehen, dass der ein oder andere Spieler nen Küttel in der Hose hat, wenns demnächst gegen Brasilien zu spielen gilt...
Dienstag, 15. November 2005
...bietet emusic.com. Ohne DRM und Kopierschutz gibt es hier echte MP3s, in guter Qualität (192 kbps). Über 9000 Künstler sind mit über 600.000 Songs vertreten, natürlich eher von kleineren Labels. Die ersten 50 Tracks sind kostenlos, danach gehts weiter mit einem Abonnementmodell: Das kleinste Abo kostet 9,99 $ im Monat und erlaubt den Download von 40 Songs. Das ist generell und natürlich auch in Verbindung mit dem günstigen Dollarkurs ziemlich preiswert, wenn man sich CD Preise in Deutschland ansieht. Gezahlt wird übrigens ausschließlich mit Kreditkarte. Die Webseite ist übersichtlich und bietet viele Funktionen, um schnell spezielle Musik zu finden, oder aber nach Neuem zu stöbern. Alle Tracks können angespielt werden, obwohl ich von der Qualität der Teaser nicht so überzeugt war.
Reingucken lohnt sich auf jeden Fall, die 50 kostenlosen Tracks kann man sich ja auf jeden Fall mal mitnehmen. Kündigen kann man das Abo übrigens jederzeit, es gibt keine Mindestlaufzeit. Besten Dank an Matt für den Tip.
Sonntag, 6. November 2005
...naja, leider nicht ganz. Es geht nach Maidenhead, das zwar in der Nähe von London ist, aber wahrscheinlich wesentlich weniger aufregend. Hinzu kommt, dass ne Menge Arbeit angesagt ist, da ich natürlich nicht zum Spaß, sondern für P3-Solutions da bin. Zu allem Überfluss geht der Flieger morgen, Montag um 7:10 Uhr, ich will gar nicht wissen, wann ich aufstehen muss...
Naja, falls wir was Interessantes zu Gesicht bekommen, werde ich darüber berichten, aber ich befürchte mal, dass davon nicht auszugehen ist. Immerhin rollt der Rubel und danach kann ich mich wieder ganz meiner Diplomarbeit widmen. Da geht es im Übrigen einigermaßen voran, das Programm, das ich schreibe funktioniert im Großen und Ganzen und 30 Seiten habe ich auch schon geschrieben.
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